Peipussee-russisches Haus

Haus des altgläubigen Fischers Petšonkin

Das sogenannte Haus Petšonkin (nach dem Familiennamen) stammt aus der Stadt Kallaste aus dem früheren Kirchspiel Kodavere, es wurde 1863 gebaut.

Einen Grundstein für eine am Ufer des Peipussees entstandene eigenartige russische Besiedlung legten die Altgläubigen, die im 18. Jahrhundert nach der Kirchenspaltung aus Russland geflohen sind. In Dörfern am Seeufer, wo der Boden schlecht war, bekam man den Unterhalt hauptsächlich aus dem Fischfang und Gemüseanbau, später auch aus Bauarbeiten.

Das Wohnhaus wurde 1991 überführt.

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1 – eestuba, köök, 2 – Kammer, 3 – Flur, 4 – Speisekammer, 5 – Viehstall, 6 – Viehkammer, 7 – Hof

Sachverhalt

  • In den 1920. -1930.-sten Jahren gab es in Estland 10 000 Altgläubige, die 12 Gemeinden in Peipsiveere, in Tartu und in Tallinn gebildet haben.
  • Abends werden in den Familien der Altgläubigen die Lebensmittelgefässe oder Wassereimer zugedeckt und mit einem Kreuzzeichen bezeichnet, damit die bösen Geister nachts im Wasser nicht baden können oder die Lebensmittel nicht verderben.
  • Der Tag beginnt mit einer Andacht, mit der Andacht wird am Esstisch gesessen, die ernsthafte Arbeit begonnen, in den Wald oder Sumpf gegangen.
  • Die Altgläubigen haben auch ihr Geschirr gekennzeichnet, damit die Weltlichen diese nicht verwenden. Zu Gast wurde Wasser aus eigener Hand getrunken.
  • Die älteren altgläubigen Frauen singen bis heute die Volkslieder mit geistlichen Texten.
  • Gerade die Fischer an der Küste vom Peipus-See haben so manche alten Fischfangarten im Leben gehalten, darunter auch von der Generation zur Generation geschliffene Griffe vom Fischfang unter dem Eis.