Bauernhof von Setos

Ureigener Bauernhof aus Setoland – Vanatalo

Der ,,alte“ Bauernhof bzw. Vanatalo stand im Dorf Lõkova, auf Estnisch Ojavere, in der Gemeinde Pankjavitsa, später in der Gemeinde Vilo (heute im Gebiet Pskow der Russischen Föderation).

Den Ostteil von Setoland charakterisierten früher eigenartige Festungsbauernhöfe, in denen das Wohnhaus in der Mitte eines sogenannaten Drei-Reihen-Hofes stand, auf zwei Seiten des Wohnhauses standen Nebengebäude in der Reihe. Zwischen den Nebengebäuden und dem Wohnhaus waren schmale, mit hohen Toren geschlossene Höfe. Alle Gebäude hatten ein Ende zur Dorfstraße.

Das Wohnhaus und der Speicher wurden 1979 ins Museum überführt.

 

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Sachverhalt

  • Lõkova ist das südlichste Dorf von Setoland auf der Seite Irboska, in dem im Laufe der Zeit viele Volksliedersammler(innen), Mundartenforscher(innen) und Ethnografen/Ethnografinnen gewesen sind.
  • Der Name des Dorfes kann von einem Familienname abgeleitet sein, aber es ist auch möglich, dass das Dorf seinen Namen wegen der großen Zahl Linden bekommen hat (`лыко` – Linden- oder Weidenbast auf Russishc).
  • Wie auch anderswo in Setoland, erzielten die Bauernhöfe in Lõkova Nutzen aus dem Flachsanbau. Mit dem aus dem Flachsverkauf erhaltenen Geld wurden neue Gebäude gabaut, besonders aktiv wurden neue Bauten in den 1920ger Jahren errichtet.
  • Nach Angaben von Jakob Hurt gab es im Jahre 1902 im Dorf 189 Bewohner; im Jahre 2012 gab es in Lõkova weniger als 10 Bewohner, 3 von ihnen waren Setos.