Bauernhof Sepa

Handwerkerbauernhof aus der 19./20.-Jahrhundertwende

Der aus dem Kirchspiel Rõuge stammende Bauernhof Sepa stellt den Haushalt eines Schmiedes in Südestland vor. Die Bauten wurden 1987-1997 ins Museum gebracht, der Bauernhof wurde 1999 den Besuchern eröffnet.

Der kleine Bauernhof im Landkreis Võru hatte etwa 10 ha schlechteres Land. Die Haupteinnahmen kamen aus der Schmiedearbeit.

Dank der Veränderungen in der estnischen Wirtschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der ländliche Handwerk schnell. Auch der Dorfsschmied als gefragter Handwerker hatte mehr Aufträge, da in Bauernhöfen bessere Werkzeuge und Ackermaschinen aus Stahl in Gebrauch genommen wurden. So waren die Bauer des Dorfes Palometsa an einem guten Schmied interessiert und halfen den Haushalt im Bauernhof einzurichten und gaben für das Bauen von Gebäuden Balken.

Weiterlesen
1 – Wohnhaus-Viehstall, 2 – Sauna, 3 – Schmiede, 4 – Brunnen

Sachverhalt

  • Handwerker stammten oft aus Kleinbauernhöfen oder Familien von Landlosen. Der Schmied Peep Harak war offensichtlich der jüngere Sohn des Bauernhofes Iisaku im Dorf Palometsa.
  • Auch der Sohn von Peep Harak, Jaan Harak war ein Meister. Er konnte Schmiede- und Topferarbeit, baute, nähte beim Bedarf einen Anzug und war auch Dorfarzt.
  • Früher musste man selbst Stahl und Kohle dabei haben, wenn man zum Schmied ging und für die Arbeit wurde mit Proviant gezahlt, im 20. Jahrhundert wurde der Schmied im Geld bezahlt.